Was ist das?

Zigarren und Zigarillos sind unterschiedlich grosse Zylinder aus ganzen Tabakblättern, die um weitere Tabakblätter oder Tabakschnitt gerollt werden. Zigarillos sind dünner als Zigarren. Beide erzeugen einen dichten, konzentrierten Rauch. Tabakpfeifen bestehen aus Holz oder einem anderen Material mit einem hohlen Brennraum, in den loser Tabak eingefüllt wird.

Alle drei Produkte enthalten Tabak und sind darum nikotinhaltig. Beim Konsum wird der Tabak verbrannt und der Rauch gepafft, also eingeatmet, aber im Mund behalten und nicht inhaliert.

Wo liegt das Problem?

Zigarren und Zigarillos enthalten oftmals mehr (insb. krebserregende) Giftstoffe als industriell gefertigte Zigaretten. Ihr Konsum stellt ein erhebliches Suchtrisiko dar, selbst bei gelegentlichem Konsum.

Auch wenn der Rauch oft gepafft wird, bestehen für die Rauchenden gesundheitliche Risiken wie Mund-, Rachen- und Kehlkopferkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Probleme. Der regelmässige Konsum steigert das Risiko von Arterienverengung (koronare Herzerkrankung), Schlaganfall und Aortenaneurysma (Arterienerweiterung) bei Aktiv- und Passivrauchenden. Bei Jugendlichen kann Nikotin auch die Aufmerksamkeitsfähigkeit, die Lernfähigkeit und die Gefühlsregulierung beeinträchtigen.

Aromatisierte Zigarillos sprechen ein jüngeres Publikum an und animieren zum Konsum anderer Tabak- und Nikotinprodukte.

Wie viele Jugendliche sind betroffen?

Bei den 15- bis 19-Jährigen konsumieren 2 Prozent mindestens gelegentlich Zigarren und 1 Prozent Zigarillos. (ESL, 2025).

Kurz und bündig

  1. 1.Zigarren, Zigarillos und Pfeifentabak enthalten gleich viele oder sogar noch mehr Giftstoffe als Zigaretten.
  2. 2.Auch wenn der Rauch oft gepafft wird, besteht für die Rauchenden und die anwesenden Nichtrauchenden das Risiko von Krebs-, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Schlaganfällen.
  3. 3.Eine Nikotinabhängigkeit kann auch bei gelegentlichem Konsum auftreten.
  4. 4.In der Schweiz ist die Abgabe (Verkauf und kostenlose Weitergabe) von Zigarren, Zigarillos und Tabakpfeifen an unter 18-Jährige verboten.

Wie rede ich mit einem Jugendlichen darüber?

Bevor Sie mit einem Jugendlichen darüber sprechen, ist es hilfreich, sich mit dem Thema vertraut zu machen und einige Anknüpfungspunkte für das Gespräch bereit zu haben. Eltern, Lehrpersonen und Jugendfachpersonen finden im Abschnitt «Ihre Rolle» weitere Informationen und Anregungen.

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